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Donnerstag, Juli 25, 2013

Klimageräte

An diesen heißen Tagen denkt so mancher an den Kauf eines Klimagerätes. Das aber sollte wohlbedacht sein. Abzuraten ist von sogenannten Monoblock-Geräten. Die ersparen (fast) jeden Eingriff in die Bausubstanz, man stellt sie ganz einfach in dem zu kühlenden Zimmer auf. Die abzuführende Wärme wird als aufgeheizte Luft nach außen geblasen, im einfachsten Fall durch einen Fensterspalt (geringste Wirkung), etwas besser durch eine Maueröffnung. Was aber kaum einer beim Kauf bedenkt, ist der Umstand, dass für die herausgeblasene Heißluft ja andere Luft in das zu kühlende Zimmer einströmt, also ständig warme Luft importiert wird. So bleibt der Wirkungsgrad gering.

Wer in ein Klimagerät investieren will, sollte sich in jedem Fall für ein Splitgerät entscheiden. Mit dem kann man im Sommer kühlen und in der Übergangszeit und an milden Wintertagen heizen: Eine externe Wärmepumpe gibt sommers die Wärme ab bzw. entzieht sie zwecks Heizen der Außenluft. Die Innenkomponente kühlt bzw. heizt den Innenraum. Beide Komponenten sind durch Kühlmittelleitungen miteinander verbunden. Geräte diesen Typs sind mit einer Energieeffizienzklasse A und einer Kühl- bzw. Heizleistung um 2.500 W zu einem annehmbaren Preis auf dem Markt. Wer es sich zutraut, die derzeitige Hitzewelle noch ohne Kühlung zu überstehen, kann im Herbst mit deutlich gesenkten Preisen rechnen...

Eine ganz andere Lösung ergibt sich durch die Integration einer Wärmepumpe, die auch kühlen kann, in die bestehende (Niedrigtemperatur-) Heizungsanlage (siehe auch Wärmepumpen mit Kühlfunktion). Das kann im konkreten Fall eine sehr elegante Lösung sein, ist aber in jedem Fall viel kostenaufwendiger als ein Klimagerät, dessen Preis deutlich unter 1000 € liegen sollte. Für die große Lösung ist in jedem Fall viel Internet-Recherche zu empfehlen.

Posted by Dr. Günter Hering at 11:46
Categories: Klima, Wärmepumpen, Wohnen